Begriffe des Immobilien-Management

In der immobilienwirtschaftlichen Fachliteratur wird eine nicht immer gleichlautende Terminologie für die einzelnen Bereiche des Immobilienmanagements verwendet. Die nebenstehenden Erläuterungen, die sich auf die nachfolgende Grafik beziehen, dient dabei als kleine Orientierungshilfe für gängige Begriffe, die in den letzten Jahren aus dem englischsprachigen Raum übernommen wurden. Wertsteigerndes Immobilienmanagement aus Eigentümersicht bedeutet für kleinere und mittlere Immobilienvermögen geeignete Organisationsstrukturen, Methoden und Instrumente des Immobilienmanagement so zu kombinieren, dass die Ziele des Eigentümers erreicht werden. Bei dieser Eigentümeraufgabe können wir wertorientiert unterstützen.

 

Quelle: Sven A. Teichmann, Zeitschrift für Immobilienökonomie 2/2007

 

Immobilienmanagement (IM) wird im Allgemeinen synonym zu Real Estate Managment (REM) verwendet. Gehört die Immobilientätigkeit des Unternehmens nicht zum Kerngeschäft, wird je nach Immobilieneigentümer unterschieden in Corporate Real Estate Managment (CREM) für das Immobilienmanagement privatwirtschaftlicher Unternehmen oder Public Real Estate Managment (PREM) für das öffentliche Immobilienmanagement.

Gehört das Immobiliengeschäft dagegen zum Kerngeschäft des Unternehmens spricht man vom Real Estate Investment Mangament (REIM).

Unser Ansatz des Wertsteigernden Immobilienmanagements aus Eigentümersicht setzt an der Spitze der Hierarchie an, der Unternehmens- bzw. Investorenebene.

Auf dieser Ebene werden nicht nur reine Immobilien-Portfolioziele verfolgt, der Investor leitet seine Immobilienstrategie ab und gibt dem hierarchisch untergeordneten Portfoliomanagement und dem Objektmanagement entsprechende Vorgaben.

Das Real Estate Portfoliomanagement (REPM) oder einfach nur Portfoliomanagement (PM) steuert Immobilien auf der Ebene der jeweiligen Portfolios. Hierzu gehört die Entwicklung einer Portfolio-Strategie vor dem Hintergrund der Ziele der jeweiligen Eigentümer. Die wertorientierte Planung, Steuerung sowie Controlling und Reporting sind weitere Kernaufgaben des REPM. Und nicht zuletzt steuert der Portfoliomanager die Dienstleister auf der Objektebene.

Unter Real Estate Asset Management (REAM) versteht man die wertorientierte Steuerung von Immobilien auf der Objektebene, nach den Vorgaben des Eigentümers. Ziel des Asset Managers ist die Verbesserung und somit die Wertsteigerung einzelner Immobilien im Portfolio. Zu den Kernaufgaben des REAM gehören Markt und Standortanalysen, Formulierung von Objektstrategien, Transaktionsmanagement, Ausarbeitung von Vorschlägen für Projektentwicklungen, Immobilien Marketing und die Auswahl des Property Managers. 

Das Property Management (PM), der verlängerte Arm des REAM, ist verantwortlich für die einzelnen Objektergebnisse und kümmert sich z.B. um Betriebskostenoptimierung, laufende Mieterbetreuung, Überwachung der Mietzahlungseingänge, Sicherstellung fachgerechter Wartungen und Instandhaltungen. Das PM unterstützt bei An- und Verkäufen und bei turnusmäßigen Bewertungen.

Das Facility Management (FM) wird von der German Facility Management Association (GEFMA) als Management Disziplin verstanden, welche die notwendigen Unterstützungsprozesse (Sekundärprozesse) des Immobilien Kerngeschäftes vereint. Das Facility Management kann in einen kaufmännischen, einen technischen und einen infrastrukturellen Tätigkeitsbereich gegliedert werden. Das kaufmännische FM beinhaltet die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes und der Arbeitsplatzgestaltung. Das technische FM beinhaltet alle Leistungen, die zum Betreiben und Bewirtschaften der baulichen, technischen Anlagen und deren Prozesse benötigt werden. Das infrastrukturelle FM erbringt und überwacht die gebäudebezogenen Dienstleistungen.

Das Gebäudemanagement (=Objektmanagement) bezeichnet in der Regel das ganzheitliche Bewirtschaften eines Gebäudes während seiner Nutzungsphase. Das Gebäudemanagement ist elementarer Bestandteil des Facility Managments.